Ein Hornissennest am Dach, im Rollladenkasten oder in einer alten Baumhöhle wirkt bedrohlich – dabei ist die Europäische Hornisse ruhiger als ihr Ruf und dazu besonders geschützt. Bevor in Stuttgart überhaupt etwas am Nest geschieht, klärt Seibel365 mit Ihnen am Telefon, um welche Art es sich handelt, wie die Nestlage einzuschätzen ist und ob eine Maßnahme rechtlich und sachlich nötig ist. Der Regelweg ist nicht die Zerstörung, sondern die genehmigte Umsiedlung.
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Erst verstehen, dann schützen
Die Europäische Hornisse ist trotz ihrer Größe deutlich friedfertiger als angenommen. Ihr Stich ist nicht giftiger als der einer Wespe; die verbreitete Behauptung, wenige Stiche seien für einen gesunden Menschen tödlich, ist schlicht falsch. Ein ernstes Risiko besteht vor allem für Allergikerinnen und Allergiker. Zugleich sind Hornissen wertvolle Nützlinge, die zahlreiche andere Insekten vertilgen.
Wie Wespenvölker leben auch Hornissenvölker nur eine Saison: Das Nest stirbt im Herbst ab und wird im Folgejahr nicht wieder besiedelt. Sitzt das Nest an einer wenig genutzten Stelle, ist oft Abwarten der richtige und rechtlich naheliegende Weg. Nur bei echter Gefährdung – etwa einem Nest unmittelbar an einem stark genutzten Eingang, am Kinderbereich oder im Haushalt einer betroffenen Allergikerin – ist ein Eingreifen angezeigt. Anders als Wespen fliegen Hornissen übrigens auch in der Dämmerung und werden von Licht angezogen; ein größeres, ruhig anfliegendes „Riesenwespen“-Nest ist deshalb häufig ein Hornissennest und keine Wespe.
Fachliches Vorgehen
- Art bestimmen und die Europäische Hornisse von der invasiven Asiatischen Hornisse unterscheiden
- Schutzstatus beachten: Töten, Fangen oder Zerstören des Nests ist grundsätzlich verboten
- Nestlage, Höhe und tatsächliche Gefährdung nüchtern beurteilen
- Bei begründetem Anlass die Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde einholen
- Das Volk schonend absaugen und das Nest an einen geeigneten Ort umsetzen (Umsiedlung)
- Eine dokumentierte Sofortmaßnahme bleibt echten Gefahren für Leib und Leben vorbehalten
- Hinweise geben, wie beliebte Nistplätze im Folgejahr unattraktiver werden
Ein pauschales „Nest weg“ ist bei Hornissen weder zulässig noch nötig. Die eigenmächtige Zerstörung eines Nests ist verboten und kann empfindlich mit einem Bußgeld geahndet werden – abgesehen von der Gefahr für alle Beteiligten.
Ablauf der Hornissen-Umsiedlung
- Nest schildern: Standort, ungefähre Höhe, Einflugrichtung und wie nah der Bereich genutzt wird, am Telefon beschreiben.
- Lage einordnen: Art, Schutzstatus und die tatsächliche Gefährdung getrennt beurteilen.
- Vorgehen abstimmen: klären, ob Abwarten genügt oder eine genehmigte Umsiedlung der richtige Weg ist, und die Genehmigung der Naturschutzbehörde einbeziehen.
- Umsiedlung durchführen: das Volk fachgerecht und schonend absaugen und das Nest an einen sicheren Ort umsetzen.
- Nachsehen: zurückkehrende Einzeltiere und den gesicherten Bereich kontrollieren.
Hornissen in Stuttgart: Höhenlagen, Gärten und alte Bäume
Auf den bewaldeten Höhen über dem Kessel, etwa in Degerloch und am Sonnenberg, bieten alte Bäume, große Gärten und ruhige Villenlagen mit Gartenhäusern und Schuppen genau die geschützten Hohlräume, die Hornissen für ihre Nester bevorzugen. Ein Hornissennest im Garten oder unter einem Dachvorsprung fällt hier oft erst spät auf, weil die Tiere weite Wege fliegen.
An den sonnigen Hang- und Weinberglagen um Untertürkheim und Rotenberg kommen Trockenmauern, Gartenlauben und Geräteschuppen hinzu. In den dicht bebauten inneren Bezirken sind es eher Rollladenkästen und Dachüberstände der Altbauten, in denen sich ein Nest verbirgt. Wo genau das Nest sitzt und wer sich dort aufhält, entscheidet über das weitere Vorgehen – nicht die bloße Anwesenheit einzelner Tiere im Garten.
Kostenlose Beratung vor jeder Entscheidung
Ob und wie umgesiedelt wird, hängt von Nestlage, Höhe, Zugänglichkeit, dem Genehmigungsweg und dem tatsächlichen Aufwand ab. Eine seriöse Zahl lässt sich vorab nicht nennen. Lassen Sie den Fall deshalb kostenlos und unverbindlich am Telefon einordnen; der individuelle Preis wird vor Arbeitsbeginn mit Ihnen geklärt. Mehr zu den Kosten.
Häufige Fragen zu Hornissen
Sind Hornissen wirklich so gefährlich wie ihr Ruf?
In aller Regel nicht. Die Europäische Hornisse ist friedfertig, und ihr Stich ist nicht giftiger als der einer Wespe. Gefährlich wird ein Hornissenstich vor allem für Menschen mit einer entsprechenden Allergie. Halten Sie dennoch Abstand und reizen Sie das Nest nicht.
Darf ich ein Hornissennest selbst entfernen?
Nein. Die Europäische Hornisse ist besonders geschützt; Töten, Fangen und das Zerstören des Nests sind grundsätzlich verboten. Zulässig ist die Entfernung nur mit einer Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde, in aller Regel als fachgerechte Umsiedlung. Lassen Sie Art und Lage darum zuerst am Telefon einordnen.
Was tun bei einem Stich mit heftiger Reaktion?
Bei Atemnot, Schwellungen im Mund- oder Rachenraum, Kreislaufproblemen oder einem Stich im Mundraum sofort den Notruf 112 wählen. Das ist ein medizinischer Notfall und keine Aufgabe der Schädlingsbekämpfung. Bekannte Allergiker sollten ihr Notfallset griffbereit halten.
Wohin kann ich ein Hornissennest melden?
Erste Anlaufstellen sind die untere Naturschutzbehörde und ein fachkundiger Betrieb, der die Umsiedlung begleitet. Vermuten Sie die invasive Asiatische Hornisse, ist eine Meldung der Sichtung an die zuständige Naturschutz- oder Umweltbehörde empfehlenswert. Am Telefon klären wir mit Ihnen den passenden Weg.
Was kostet die Umsiedlung eines Hornissennests in Stuttgart?
Das hängt von Nestlage, Höhe und Aufwand ab. Die telefonische Beratung ist kostenlos und unverbindlich; der individuelle Preis wird vor Beginn der Arbeiten mit Ihnen abgestimmt.
Hornissennest telefonisch schildern
Nennen Sie Standort, ungefähre Höhe, Einflugrichtung und wie nah der Bereich genutzt wird. So lässt sich schon am Telefon einordnen, ob Abwarten genügt oder eine genehmigte Umsiedlung sinnvoll ist.
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